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Tod
kea 9

     

    Peter J. Bräunlein & Andrea Lauser 

    Tod 
     kea 9, 1996 
      
     Einleitung  
     


    Literatur 
     

    Der Tod, so heißt es gemeinhin, wird in der Moderne individuell und sozial verdrängt, unsichtbar gemacht, ausgegrenzt. Der Tod sei im 20sten Jahrhundert zum Tabu geworden, welches stärker wirke als jedes sexuelle Tabu, behauptet Geoffrey Gorer und spricht von der "Pornographie des Todes". Gestorben wird längst nicht mehr im Kreise der Familie, sondern zumeist in schallgedämpften, neonhellen Klinikräumen - allein, umgegeben allenfalls von Apparaten. Norbert Elias sieht in der "Einsamkeit der Sterbenden" ein Wesensmerkmal unserer Tage und Ivan Illich weist auf die Selbstentmündigung des kranken und sterbenden Menschen durch den unausweichlichen Zugriff medizinischer Technologie hin. (1)