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Peter J. Bräunlein & Andrea Lauser Stadtdschungel
Einleitung
Am nicht mehr allzufernen Ende unseres Jahrtausends, so vermeldet ungerührt die Statistik, wird mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung, weit über 3 Milliarden Menschen also, ihr Dasein in Städten zubringen. In Mexico City, so wird geschätzt, leben dann 26 Millionen Menschen, in Sao Paulo 25 Millionen, in Tokyo-Yokohama 17 Millionen, in Calcutta und Bombay jeweils 16 Millionen und in New York werden es 15 Millionen sein, um hier die sechs größten Städte unseres Erdballs zu nennen. Fünfzehn weitere Städte werden im Jahre 2000 mehr als 11 Millionen Einwohner zählen. Tendenz drastisch ansteigend. |
Die Herausbildung einer urbanen Ethnologie, deren Anfänge in den multiethnischen Ballungszentren der USA und insbesondere an der Universität Chicago zu suchen sind, hängt u.a. mit der vermeintlich banalen Erkenntnis zusammen, daß die Welt seit den Tagen eines Malinowski und Radcliffe-Brown kleiner geworden ist. Spätestens durch den Prozeß der Dekolonisierung wurde offenkundig, daß die Aufteilung in das "Eigene" hier und das "ferne Fremde" dort - auf der südlichen Halbkugel, in der "Dritten Welt" - immer mehr an Trennschärfe verlor. Verkehrs- und Kommunikationstechnologie haben längst die letzten Winkel dieser Erde erschlossen. Durchdringungen, Grenzüberschreitungen, Aneignungen jeglicher Art sind alltägliche globale Vorgänge. Transnationale Konzerne, kapitalistisches Wirtschaften, Wohlstandsgefälle, ökologische Katastrophen, wirtschaftliche Krisen, Zusammenbruch des real existierenden Sozialismus, Kriege und damit einhergehende Migrations- und Fluchtbewegungen, und nicht zuletzt Mickey Mouse, Mick Jagger, Madonna und Michael Jackson verändern nicht nur den Gegensatz ländliche Peripherie und städtisches Zentrum, sondern schlichtweg das Gesicht der Welt. Und damit, ungeachtet aller individueller und institutioneller Abgrenzungsneurosen, notwendigerweise das Gesicht der ethnologischen Wissenschaft. Die Welt ist in Bewegung geraten. Auf jenem schwankendem Boden, so James Clifford, werden heute Ethnographien verfasst (2). Mehr denn je herausgefordert als eine Wissenschaft des "kulturell Fremden" (3) richtet die Ethnologie ihren Blick nicht nur auf fremde Menschen im eigenen Land, sondern entdeckt zunehmend Fremdheit am Eigenen. Die Themenbreite der sich entwickelnden urbanen Ethnologie ist immens: neben den nun schon "klassischen" Feldern wie Migration, Ghetto-Bildung "Detribalisierung", städtische Armut, soziale Randgruppen werden nun zunehmend auch "die Reichen", politische Entscheidungsträger, Eliten zum Gegenstand der Forschung. Beziehungs- und Rollenverhalten, Sexualität, Geschlechterbeziehungen, Reproduktionstechnologie, Formen institutioneller, bürokratischer Macht, die Versorgung Alter und Kranker, Jugend-, Sub- und Popularkultur, Mobilität, Umwelt-, Freizeit- und Gewaltverhalten, Identität und Wertemuster, Rituale und Symbolbildung im urbanen Milieu, religiöse Orientierung, die Entstehung neuer Religionen u.a.m. werden zur besonderen Herausforderung und Aufgabenstellung ethnologischer Methode, Theorie und Darstellung.
In seinem Überblick zum weltweiten Stand und Standard der urban anthropology der 80er Jahre prophezeit Roger Sanjek, daß Theorie und Praxis der urbanen Ethnologie zur Herausbildung einer neuen Ethnologie, es wäre dies eine Ethnologie der Moderne, entscheidend beitragen werden. Gleichzeitig frägt er beiläufig in einer Fußnote, "(w)ether a German language urban anthropology of Europe exists I do not know". (4) Die Unkenntnis des amerikanischen Ethnologen liegt bedauerlicherweise in der Natur der Sache. Während seit über 30 Jahren die urban anthropology aus dem Fächerkanon der amerikanischen cultural anthropology nicht mehr fortzudenken ist, zudem selbstverständlicher Ausbildungs- und Forschungsbestandteil britischer, skandinavischer, niederländischer und japanischer Universitäten ist, leistet sich die deutsche Völkerkunde immer noch so aufregend-brisante wie hochaktuelle Diskussionen um Fragen wie: "Dürfen sich Völkerkundler mit Europa beschäftigen, und wenn ja, wie viel und wie oft und wo hört Europa eigentlich auf?", "Was suchen Völkerkundler in den Städten, außer 'nen Job?" oder "Wohin soll das alles führen und was ist eigentlich der Unterschied zwischen Völkerkundler, Volkskundler und Soziologen?"
Es dürften nicht mehr allzuviele Jahre vergehen und solche Debatten werden allenfalls in Fußnoten zur Fachgeschichte Erwähnung finden - zur allgemeinen Erheiterung oder Beschämung, je nach Blickwinkel. Die Wirklichkeit kümmert sich nicht um Fachgrenzen, ihre Herausforderungen indes wachsen stetig. Zunehmend blinken nun auch in der deutschen Wissenschaftslandschaft Leuchtürme der Hoffnung auf und verweisen auf Ansätze einer zeitgemäßen Ethnologie, die mutig auch vor dem undurchdringlichsten Stadtdschungel nicht zurückschreckt. (5)
Die Herausgeber vorliegender KEA-Ausgabe gehen davon aus, daß aus Inhalten und Methoden der Stadtethnologie wesentliche und innovative Impulse ausgehen können und werden. Das vorliegende KEA-Heft versteht sich allerdings nicht als Einführung in die Stadtethnologie im allgemeinen oder als Querschnitt gegenwärtiger Stadtethnologie in Deutschland. (6) Wir möchten, unserem Anspruch der Interdisziplinarität Folge leistend, vor allem Anregungen durch Vielfalt bieten. Es geht nicht um den Beweis der Leistungsfähigkeit der Stadtethnologie oder um den Versuch ihrer Definition, sondern um unterschiedliche Facetten kulturwissenschaftlicher Beschäftigung mit "Stadt". Ethnologische, sozial- und kulturhi-storische, literaturwissenschaftliche und sozial-geographische Bemühungen stehen hier friedlich nebeneinander. Zukünftige Stadtethnologie, im steten Bewußtsein des eigenen Herkommens, wird in ganz besonderer Weise solche multidisziplinären Zugänge zu schätzen und zu nutzen wissen.
Kathrin Wildner bietet eine Übersicht zu Themen der Methoden der Stadtethnologie, wie sie sich vor allem aus der amerikanischen "urban anthropology" heraus entwickelten ("Picturing the City" - Themen und Methoden der Stadtethnologie). Kathrin Wildners Beitrag informiert über die Geschichte der urbanen Ethnologie, die unterschiedlichen Blickrichtungen auf das Objekt "Stadt", und es werden darin neuere methodische Ansätze der Forschung skizziert.
Beatrice Ploch prüft Möglichkeiten und Grenzen des sog. "mental mapping" (Eignen sich Mental Maps zur Erforschung des Stadtraumes? Möglichkeiten der Methode). Die Erhebung von Mental Maps, also die graphische Darstellung der individuellen und subjektiven Mensch-Raum-Beziehung, wird immer häufiger als Methode bei urbanethnologischen Untersuchungen angewandt. Beatrice Ploch berichtet aus den Erfahrungen eines Forschungsprojektes zum Großraum Frankfurt/M. (durch das Inst. f. Kulturanthropologie). Sie verweist auf die interpretatorischen Probleme und zeigt Chancen, in Mental Maps sowohl Stadt-Idee und Stadt-Erfahrung zu erschließen.
Barbara Lang schildert die Entstehung und Tradierung des Mythos Kreuzberg. Wirkungen dieser Berliner Image-bildung auf Lebenskonstruktionen dortiger "Szene"-Angehöriger, deren Sichtweisen und Deutungen jener heftigen Wandelprozesse im Gefolge der Wende 1989 und die dadurch ausgelösten Irritationen lokaler Identität stehen im Mittelpunkt des Beitrages ("Kreuzberg ist nicht mehr Kreuzberg". Zur "symbolischen Gentrifizierung" des Stadtteils Berlin-Kreuzberg).
Monika R. Rulfs, angeregt durch ihre Forschungen über einen Verkehrsunfall an einer Hamburger Hauptverkehrsstraße und dem anschließend erfolgten Bürgerprotest, untersucht das primär urbane Ordnungsinstrument Ampel im Kontext symbolischer Zuschreibung und sozialer Praxis (Rot-Gelb-Grün - Sekundenphasen der Ordnung. Ethnologische Betrachtungen über die Ampel). Schilderungen Hamburger Bürger über ihr Leben mit der Ampel, Rechtfertigungen der Ampel-Reglementierung, ja der Kampf für sie und der tägliche Umgang mit dem Signalgerät stellen die Ausgangspunkte dieser Betrachtungen dar. Deutlich wird damit jene disziplinierende Macht, die durch Ampellichter, ob bei Tag oder Nacht, in und auf uns wirkt.
Dieter Haller referiert relevante Forschungsansätze - ausgehend von der Dichotomie Essentialismus und Konstruktivismus - zur Klärung des Zusammenhanges zwischen (städtischem) Raum und Identität und legt dabei Defizite der Theoriebildung offen (Städtischer Raum und Homosexualität). Mit seinem Begriff "Forschungsintersubjekt" erweitert er das analytische Instrumentarium und rückt die Dynamik zwischen Raum, Interaktion, Identität und Zeit in den Mittelpunkt. Exemplifiziert wird dieses Konzept anhand der Feldforschung des Autors über Machismo und Homosexualität in Sevilla/Andalusien.
Jürgen Rudolph schildert die Entstehung und Entwicklung dreier Vergnügnungsparks in Singapur zwischen 1920 und 1960 (Singapurs 'drei Welten' - eine historische Skizze der Vergnügungsparks im Stadtstaat). Der Bereich der "leisure"-Aktivitäten wurde bislang nicht nur bei der Untersuchung Singapurs vernachlässigt, sondern muß als Defizit der Stadtforschung allgemein gelten. Erst seit wenigen Jahren wird seine Bedeutung von der Stadtforschung wahrgenommen. Der Blick auf die besonderen Formen der Freizeit und des Vergnügens eröffnet die Wahrnehmung von bedeutsamen Dimensionen urbaner Kultur und kulturellen Handelns, die aus rein politischer oder ökonomistischer Perspektive unsichtbar bleiben.
Arnd Schneider illustriert am Beispiel der Einwanderermetropole Buenos Aires Erfahrungen mit der Moderne. Drei Themen rücken ins Blickfeld: Die Schiffsreise als Metapher der Moderne, Raumerfahrung und Fortschrittsideologie in der Metropole und Nostalgie nach der Vergangenheit 'moderner Zeiten' (Moderne, Urbanität und Masseneinwanderung an der Peripherie: Das Beispiel Buenos Aires). Die Tradierung der Migrationserfahrung ist für die Nachkommen der Einwanderer bis heute wesentlich identitätsstrukturierend. Die für Buenos Aires charakteristische hybride porteño-Kultur ermöglichte die Integration von Elementen der Einwandererkulturen ohne durch diesen Einschmelzungsprozeß das Bewußtsein der je eigenen Herkunftsidentität zu tilgen.
Hafenstädte, so stellt Henk Driessen fest, waren bislang keine bevorzugten Orte ethnologischer Forschung. Nicht Ordnung, Geschlossenheit und Beständigkeit kennzeichnen diese Städte, sondern Durch- und Übergänge, Flüchtiges, schwer Faßliches dominieren. Am Beispiel von Tanger, zwischen Europa und Afrika, zwischen Mittelmeer und Atlantik gelegen, "place of transit for money and gold, goods and people, ideas and meanings, and a screen for the projection of fantasies" zeigt Henk Driessen, wie historische und literarische Zuschreibungen Wahrnehmungen strukturieren, Stadt-Repräsentationen erschaffen (Transitional Tangier. Some Notes on Passage and Representation).
Peter Braun ruft in seinem Beitrag die Stadterkundungen von Leonore Mau und Hubert Fichte in New York ins Gedächtnis. Ende der 70er Jahre begannen beide afroamerikanische Kultur in New York zu erforschen, doch mußte das Projekt durch den Tod Hubert Fichtes Fragment bleiben. Peter Braun zeichnet den spezifischen Blick von Photographin und Autor auf die "Schwarze Stadt" - als Bilddiskurs, in erhaltenen Materialien und Vorstudien, als lyrischen Entwurf - nach und skizziert den Wandel dieses Erkundungsvorganges (In der Schwarzen Stadt. Leonore Mau und Hubert Fichte erkunden das New York der Afroamerikaner).
Den mittelalterlichen Diskurs über 'die Stadt' und das Leben in der Stadt schildert Peter Schuster (Dschungel aus Stein? Der mittelalterliche Diskurs über die Stadt zwischen Ideal und Wirklichkeit). Zu keiner Zeit der abendländischen Geschichte wurden soviele Städte gegründet wie zwischen 1150 und 1200. Die neue Sozialform 'Stadt' war eine Herausforderung für intellektuelle Beobachter wie für die Lebenspraxis ihrer Bewohner. Stadtverherrlichung und Stadtkritik standen im Urteil der Gelehrten und Kleriker früh nebeneinander. Die Bemühungen um Rechtssicherheit im städtischen Raum ließen indes die Einwohner ihre Stadt eher als Stätte des Friedens sehen denn als Wildnis. Diese begann vor den Toren der Stadt.
Peter J. Bräunlein rekonstruiert die Herausbildung städtischer Identität im frühindustriellen Nürnberg ("Sag mir Einer, welche Stadt, Beßere Schildhalter hat...?" Gedächtniskultur und städtische Identität im frühindustriellen Nürnberg). Der Stadtwandel des 19. Jhs., bedingt durch den Einbruch der Moderne beförderte Bemühungen um die Konstruktion kollektiver städtischer Identität. In Nürnberg waren es Fremdwahrnehmungen, literarische Erfindungen der Frühromantiker, aus denen sich im Verlauf des 19. Jhs. Selbstwahrnehmung konstituierte. Dieser Aneignungs- und Lernprozeß verlief zum wesentlichen über eine "Kultur des Erinnerns". Denkmalsetzungen, Stadtplanung, Feste und das Nationalmuseum spielten dabei u.a. eine besondere Rolle.
Impressionen aus dem Leben der "multikulturellen" Stadt Luxemburg, ergänzt durch Anmerkungen zur luxemburgischen Identität, vermittelt Alex Diederich (In Babylon leben... Momentaufnahmen aus einer "multikulturellen" Stadt). Im Gegensatz zu vielen anderen europäischen Städten wird Fremdheit hier nicht in den aktuellen politischen Kampfbegriff "Überfremdung" umgedeutet. Im Gegenteil, das politisch geforderte und geförderte und tagtäglich gelebte Miteinander von drei offiziellen Sprachen ist Einübung zumindest von Akzeptanz (nicht unbedingt grenzenloser Toleranz) von Andersartigkeit und Vielfalt.
Das vorliegende KEA 8/STADTDSCHUNGEL ist ungewöhnlich dickleibig, ja unversehens und ganz plötzlich zur Doppelnummer geraten, und so bitten wir um Verständnis für die Anhebung der Kosten für diesen Band. Die Dickleibigkeit ist (im Nachhinein) nicht verwunderlich: das Thema ist eben außergewöhnlich komplex. Dies spiegelt auch der umfangreiche Rezensionsteil wider. Wir verweisen hier besonders auf die ausführlicheren Besprechungen: Hans-Jürgen Heinrichs über das Buch des französischen Ethnologen Marc Augé Orte und Nicht-Orte; Rolf Lindner über die beeindruckende Los Angeles Monographie von Mike Davis City of Quarz; Gaby Voigt über das für unser Thema unentbehrliche Buch von Rolf Lindner Die Entdeckung der Stadtkultur; Jürgen Rudolph zu neueren Arbeiten über die unbekannte Geschichte Singapurs; Peter Braun zu Kathrin Wildners New York City-Kulturelle Identitäten in einer westlichen Metropole; und Andrea Lauser über Ella Jelineks Studie über Lebensstrategien in einem Armenviertel Jakartas: The Wheel of Fortune. Weitere Rezensionen und Buchhinweise schließen sich an. Gesondert ist auch auf den Beitrag von Jürgen Rudolph und Andreas Ackermann East meets West - Der Fall Michael Fay hinzuweisen. Die von einem singapurischen Gericht verfügte Auspeitschung eines jugendlichen Amerikaners im Juni 1994 führte zu heftigen Reaktionen im westlichen Ausland und zu ebenso heftigen Erwiderungen der Regierung des Stadtstaates. Rudolph und Ackermann analysieren anhand ausgewählter Literatur diesen Fall, der, weit mehr als nur ein bizarres Gerichtsurteil, von nicht wenigen (im Westen) als Indiz für den bevorstehenden "Kampf der Kulturen" gedeutet wurde.
Abschließend möchten wir für unsere Sonderbände werben. KEA-Sonderband I ETHNOLOGIE UND LITERATUR wurde von Thomas Hauschild herausgegeben. KEA-Sonderband II KRIEG UND FRIEDEN: ETHNOLOGISCHE PERSPEKTIVEN wurde von den Kea-Herausgebern Peter J. Bräunlein und Andrea Lauser ediert. Die Sonderbände sind von Kea-Abonnentinnen und Abonnenten zum Vorzugspreis von DM 23 gesondert zu bestellen.
Peter J. Bräunlein & Andrea Lauser
(1) Louis Wirth: Urbanism as a Way of Life. In: American Journal of Sociology, 44.1938, S.1-24.
(2) James Clifford: The Predicament of culture: Twentieth Century Ethnography, Literature and Art. Cambridge/Mass. 1988.
(3) So Karl-Heinz Kohl: Ethnologie - die Wissenschaft vom kulturell Fremden. Eine Einführung. München 1993.
(4) Roger Sanjek: Urban Anthropology in the 1980s: A World View. In: American Review of Anthropology, 19. 1990, S.151-186. "Perhaps during the 1980s preparations were made for a new anthropology that will someday dislodge and absorb the old anthropologies after all." S.174. Die erwähnte Fußnote befindet sich auf S.164.
(5) Verwiesen sei hier (in alphabetischer Folge) auf Berlin (Humboldt-Universität), Bremen, Frankfurt am Main und an der Oder, Hamburg, Tübingen ...
(6) Hierzu
möchten wir nachdrücklich die Arbeiten von Ulf Hannerz
empfehlen: Exploring the City. Inquiries Toward an Urban Anthropology.
New York 1980 und Ders.: Cultural Complexity: studies in the social organization
of meaning. New York 1992. Unverzichtbar für das Stadtthema ist die
wissenschaftsgeschichtlich erhellende Arbeit von Rolf Lindner: Die
Entdeckung der Stadtkultur. Soziologie aus der Erfahrung der Reportage.
Frankfurt/M. 1990 (siehe dazu auch die Rezension von Gaby Voigt
in dieser KEA-Ausgabe). Ferner ist auf den von Waltraud Kokot und
Bettina C. Bommer herausgegebenen Sammelband: Ethnologische Stadtforschung.
Berlin 1991 und die Übersichtsartikel von Roger Sanjek (wie
Anm. 4) und L. Howe: Urban Anthropology: Trends in Its Development
since 1920. In: Cambridge Anthropology, 14.1990, S.37-66, hinzuweisen.